Dallmayr erzählt weiter über Dallmayr

Man kann den Gedankengang bei Dallmayr gut verstehen: eine Werbeagentur mit viel Kaffee-Know-how ist frei geworden, also verpflichten wir sie, um neue Spots zu konzipieren. Schwieriger zu verstehen ist, warum sich dadurch in der Kampagne so wenig verändert hat. 

In den neuen Spots erzählt Dallmayr nach wie vor einiges über Dallmayr … und dann einiges mehr. Offensichtlich hofft der Kaffeespezialist, dass Konsumenten genauso fasziniert sind von Edelmahlwerken und Arabicabohnen wie das Unternehmen selber. Denn von einem Benefit oder sogar einem Kaffee-Insight ist leider nichts zu spüren. 

Dabei ist der Kaffeekonsument reich an komplexen Bedürfnissen und Befindlichkeiten, die in der Kommunikation bedient werden können. Teilweise sind sie auch nur dem Kaffee zuzuschreiben – eine ideale Ausgangssituation, einzigartige Werbung zu kreieren, die auch viel effizienter wäre. Aber dafür müsste Dallmayr viel mehr auf die Kaffeetrinker schauen und weniger in den Spiegel. 

Also ein schön produzierter neuer Spot, aber eine verpasste Chance Kaffee-Konsumenten zu zeigen, dass Dallmayr sie verstehen und bedienen möchte.