Smart Forfour Team fällt nichts Schlaues ein

Das Team, das eine passende Strategie für den neuen Smart Forfour finden sollte, war nicht zu beneiden. Das Auto ist 80 cm länger als der „richtige“ Smart, nicht besonders preiswert, nicht besonders wirtschaftlich und nicht besonders hübsch. Eigentlich hat der Forfour kaum konkrete Vorteile und selbst die Aura seines witzigen kleinen Bruders reicht für eine vernünftige Strategie nicht aus. Also was tun? Das scheint auch das Smart Team nicht wirklich zu wissen. „Entspannt in der Stadt“ claimt Smart seit einigen Jahren, auch für diese Variante. Das ist sinnvoll für ein Auto, das überall einen Parkplatz findet, aber bei den 3,50m des Forfour ist das Argument ziemlich dürftig – erst recht, wenn ein Kleinkind hinten sitzen muss, um zu demonstrieren, dass dieser Smart sogar eine Rückbank besitzt. Fast alle Eltern wissen, wie entspannt es ist, mit jungen Kindern zu fahren. 

Dieser Widerspruch scheint dem Smart Team auch klar zu sein. Anstatt das Entspannungs-Thema des Claims zu dramatisieren, muss die doch nicht so kurze Länge des Wagens die Geschichte tragen.Die Aussage? Das Auto ist nicht sehr lang. Wow.


Die kreative Idee selbst ist zumindest relativ süß umgesetzt, offensichtlich von jemandem, der die Cannes-Gewinner von vor 10 Jahren gut kennt. In dem Forfour-Film machen Kinder das Schimpfen ihrer Eltern nach, die für ihre größeren Autos keinen Parkplatz finden. In dem VW „Bollocks“-Spot, der in Cannes in 2004 Silber gewonnen hat, macht ein Kind das Schimpfen seines Vaters nach, der versehentlich Benzin statt Diesel getankt hat.


Zum Glück wird die Ähnlichkeit mit dem preisgekrönten UK-Passat-Spot hier keine Autofahrer ernsthaft berühren – genauso wenig wie das Argument, dass der neue Forfour nicht besonders lang ist.