Differenzierung
Wenn Produkte sich objektiv angleichen, ist es unsere Aufgabe, eine Marke auch emotional von der Konkurrenz zu unterscheiden.
Innovation
Bei neuen Produkten und Dienstleitungen ist es unsere Aufgabe, die Relevanz für Konsumenten sicherzustellen.
Konsumentensicht
In der Zusammenarbeit mit Herstellern ist es unsere Aufgabe, auch die Perspektive der Konsumenten zu vertreten.

Roller möchte im Kopf nicht ummöbeln

Wenn Opel schon mit Vorurteilen über seine Kunden zu kämpfen hat, müsste man fast Mitleid mit Roller haben. Kann man da überhaupt als vernünftiger Mensch hingehen? Man könnte meinen, dass das Möbelhaus sich sogar von Opels „Umparken im Kopf“-Kampagne ein Stück abschneiden möchte, um sein Image etwas aufzupolieren – aber von wegen. Wer bei dem Gedanken an Roller eher an „Proller“ denkt, wird in der aktuellen Kampagne nur bestätigt.  Weiterlesen

Audi setzt auf Innensicht statt Insights

Die aktuelle Ausgabe von “brand eins” beschäftigt sich fast ausschließlich mit der Kundenorientierung bei Unternehmen. Gut so! Viele Beispiele sollen belegen, wie der Wandel endlich in die richtige Richtung läuft. Aber die erste Anzeige, für Audi, ist fast ein Musterbeispiel dafür, wie weit einige Unternehmen in Wirklichkeit noch von einer echten Kundenorientierung entfernt sind. Weiterlesen

Dallmayr erzählt weiter über Dallmayr

Man kann den Gedankengang bei Dallmayr gut verstehen: eine Werbeagentur mit viel Kaffee-Know-how ist frei geworden, also verpflichten wir sie, um neue Spots zu konzipieren. Schwieriger zu verstehen ist, warum sich dadurch in der Kampagne so wenig verändert hat. 

In den neuen Spots erzählt Dallmayr nach wie vor einiges über Dallmayr … und dann einiges mehr. Offensichtlich hofft der Kaffeespezialist, dass Konsumenten genauso fasziniert sind von Edelmahlwerken und Arabicabohnen wie das Unternehmen selber. Denn von einem Benefit oder sogar einem Kaffee-Insight ist leider nichts zu spüren.  Weiterlesen

Hübscher Weight Watchers Spot, aber ist der Insight richtig?

Rechtzeitig nach den Weihnachtsexzessen und mittendrin in der Hauptphase der Urlaubsplanung kommt Weight Watchers mit dem ersten Film ihrer neuen Kampagne. Mit schönen Szenen dramatisiert der Spot die Vorfreude und Genugtuung einer Frau, die es geschafft hat, wieder in schöne, enge Klamotten hineinzupassen und dabei gut auszusehen – weil Weight Watchers tatsächlich funktioniert. Hübsch, aber vermutlich an den Erfahrungen der Zielgruppe völlig vorbei.

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Saturns stummer Berater wird die Zielgruppen für viele Produkte nicht ansprechen

Saturn, wie sein zweieiiger Zwillingsbrüder Media Markt, neigt seit Jahren dazu, sein Riesen-Mediabudget ineffizient auszugeben. In allen Medien wird eine Überdosis des aktuellen Spruchs und Key Visuals verabreicht, manchmal trashig, meistens laut und immer für eine Zielgruppe mit zweistelligem IQ konzipiert.

Seit einigen Wochen beglückt uns Saturn mit einer neuen Kampagne um den vollbärtigen, übergewichtigen, wortkargen Berater mit dem Kalauernamen Tech-Nick. Weiterlesen

Idealo gewinnt Preis für das am schlechtesten beratene Unternehmen

Wer in den letzten Wochen eine Zeitung gelesen hat, wird wahrscheinlich die Werbung von idealo.de gesehen bzw. übersehen haben. Auf eine ganze Seite mit einem Mini-Logo folgt eine ganze Seite mit einem etwas größerem Logo. Die Botschaft? Idealo.de existiert. Das war‘s.

Wer idealo kennt, lernt nichts Neues über das Preisvergleichsportal. Wer idealo nicht kennt, wird auch nicht neugierig genug gemacht mehr herauszufinden. Dafür ist der Auftritt zu langweilig und unemotional. Die Hoffnung der Macher, dass die Leser so erstaunt sind, eine (fast) leere Seite in ihrer Zeitung zu finden, dass sie sofort idealo.de in ihren Browser eingeben, geht nicht auf. Die kreative Idee, wenn man sie so nennen darf, ist nicht mal neu und sie war nie gut.  Weiterlesen

Insight Monitor Print – 78% der Print-Anzeigen könnten viel effektiver sein

Im September 2013 analysierten wir einen Querschnitt der Print-Anzeigen aus August, um herauszufinden, inwieweit die vielzitierte Konsumentenorientierung in der Printwerbung tatsächlich umgesetzt wird. Die Ergebnisse des Insight Monitor waren eindeutig – die meisten Werbetreibenden könnten ihre Anzeigen viel effektiver gestalten, wenn sie auf Insights basieren würden.

Obwohl viel Zeit und Geld in die Identifikation von Consumer Insights investiert wird, ist wenig davon in der Print-Kommunikation zu finden. Von 126 untersuchten Anzeigen basieren lediglich 22% auf Consumer Insights. Immerhin kommunizieren 41% der Anzeigen zumindest einen Benefit, aber 37% der Anzeigen sehen die Welt ausschließlich aus der Herstellerperspektive. 

Die Ergebnisse der Analyse variieren allerding stark von einer Kategorie zur nächsten: Weiterlesen

Begrenzte Erwartungen an Skoda im Vorbeifahren übertroffen?

Wenn ich mich als durchschnittlicher Autobesitzer frage, was ich von einem Skoda erwarte, kommt nicht zu viel. Von dem VW aus Tschechien erwarte ich Wolfsburger Technologie zum Prager Preis … sonst wenig Konkretes. Diese Erwartungsarmut hindert allerdings Skoda nicht daran, den neuen Octavia RS mit dem Claim „Übertrifft alle Erwartungen“ anzupreisen – was, wenn man kurz überlegt, wirklich nicht so schwer sein dürfte.

Der aktuelle TV Spot, der diesen Claim dramatisieren soll, ist noch verwirrender als die Strategie. Weiterlesen

Die CDU wirbt positiv und übertrumpft den missmutigen Ansatz der SPD

Ob politische Werbung tatsächlich viele Wähler bei ihrer Stimmabgabe beeinflussen kann, wird in Deutschland selten auf den Prüfstein gestellt. Meistens lächelt ein mehr oder minder sympathischer Mensch von einem Plakat herunter, begleitet von einem harmlosen Standardsatz – eine Art Packshot-Kampagne mit wenig Überzeugungskraft.

In der heißen Phase der Bundestagswahl – okay, der etwas wärmeren als vorher – haben beide Hauptparteien entschieden, dieses Muster zu verlassen und den potentiellen Wählern etwas mehr zuzumuten. Weiterlesen

Capital-Relaunch: Wird der ignorierte Drahtseilakt zum Verhängnis?

Vieles, was im Zeitschriftenmarkt als Relaunch angepriesen wird, ist höchstens eine leichte Überarbeitung. Was die Blattmacher als große Änderungen ansehen, wird von den Lesern kaum bemerkt – es schadet aber nicht. Die neue Capital dagegen ist wirklich ganz anders als die alte. Die Frage ist: wird sich diese große Relaunch-Anstrengung auszahlen?  Weiterlesen